Wenn Wissen perlt, Humor schäumt, Fragen gefährlich werden, und der Hopfen plötzlich Autofahren kann - dann ist Biertasting beim WCV.
80 Bierforscher, sieben Versuchsanordnungen und ein Zapfhahn mit erstaunlicher Ausdauer.
„Ei’schenkt is!“ – und zwar bereits zum 3. Mal. Am 2. Oktober wurde im WCV-Casino wieder wissenschaftlich gearbeitet. Beim 3. WCV-Biertasting trafen sich rund 80 Teilnehmer, ...
... um gemeinsam mit Biersommelier Andreas Heider und WCV-Sitzungspräsident Nicky Kailing in die Welt des Bieres einzutauchen.
Besonders erfreulich: Mehr als zwei Drittel waren zum ersten Mal dabei. Sieben unterschiedliche Biere wurden betrachtet, beschnuppert, probiert und fachlich analysiert. Also zumindest von Andreas Heider. Bei manchem Teilnehmer lautete das Urteil vermutlich eher: „Das würde ich wieder trinken!“
Andreas führte gewohnt souverän durch den Abend und zeigte, dass Bier deutlich mehr zu bieten hat als „hopfig“ und „malzig“. Es ging um Hopfen, Malz, Aromen, Brauverfahren und die Geschichte des Bieres. Vor allem aber wurde gefragt – und zwar reichlich!
Zum Beispiel: „Woran erkennt man eigentlich, ob der Hopfen männlich oder weiblich ist?“ Andreas’ Antwort kam trocken und prompt: „Keine Ahnung – vielleicht an der Fahrweise?“ Böse. Sehr böse. Aber natürlich wurde die Frage anschließend auch fachlich geklärt. Schließlich soll niemand behaupten, der WCV würde seine Mitglieder ausschließlich zum Bier-trinken weiterbilden.
Auch das Bockbier musste sich den Fragen stellen: Woher kommt der Name und warum heißt es eigentlich so? Die Antwort ist weniger tierisch als gedacht: Der Name geht auf Einbeck zurück. Aus dem „Ainpöckisch Bier“ entwickelte sich im Laufe der Zeit das Bockbier. Und weil man gerade bei der Biergeschichte war, wurde gleich noch gefragt, welche Brauerei eigentlich die älteste ist – und ob diese dann auch gleich das Bier erfunden hat.
Für die notwendige Grundlage sorgte wieder eine tolle Vesperplatte, sodass zwischen den Verkostungen nicht nur fachlich diskutiert, sondern auch ordentlich zugelangt werden konnte.
Irgendwann war das offizielle Tasting beendet. Aber beim WCV heißt das bekanntlich noch lange nicht, dass auch wirklich Schluss ist. Der Zapfhahn wurde jedenfalls nicht sofort zugedreht. Es gab schließlich noch Gespräche, offene Fragen und – ganz wichtig – noch Bier zu entdecken.
Der Bildungsauftrag ging kurzerhand in die Verlängerung.
Nach 80 Teilnehmern, sieben verkosteten Bieren, einer leckeren Vesperplatte und jeder Menge Fragen und WCV-Humor steht fest: Das Biertasting hat seinen festen Platz im WCV-Kalender gefunden. Es gibt ja auch noch genug Biersorten...

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